Fading Motion
lethe · ΛήθηDer Anfang einer Bewegung, die sich auflöst, bevor sie ankommt.
Es beginnt mit einem Schritt, der nicht mehr weiß, wohin er ging. Was bleibt, ist die Spur — und auch die wird leiser.
ein Album von Simone Schermi
ieine andeutung
Anemoia ist nicht nur die Sehnsucht nach einer Zeit, die nie gelebt wurde.
Es ist auch die Sehnsucht nach Welten, die gar nicht gelebt werden können.
Erdachte Welten. Erfundene Orte.
Geschichten, Spiele, Filme und Figuren, die Zuflucht boten, als die Wirklichkeit unerträglich war.
Diese Welten waren nie als real gedacht — und gerade das tut weh.
iidie acht stücke
Der Anfang einer Bewegung, die sich auflöst, bevor sie ankommt.
Es beginnt mit einem Schritt, der nicht mehr weiß, wohin er ging. Was bleibt, ist die Spur — und auch die wird leiser.
Der Held, den ich nie wurde, lebt in mir weiter.
Die Figuren, die wir im Kindheits-Spiel sein wollten, sind nie ganz verschwunden. Sie warten irgendwo im Inneren, auf einen Moment, den sie nie bekommen.
Ein Wind, der durch den Kopf weht und alles bewegt, was nicht festgewachsen ist.
Manchmal weiß man nicht, was Gedanke war und was Wind. Beides verlässt einen, bevor man es benennt.
Ein Ort, den es nicht gibt, an dem ich am ehesten zuhause bin.
Es gibt einen Raum, in den man nur eintreten kann, wenn man niemandem davon erzählt. Drinnen wartet kein Mensch — nur die Stille, die einen immer schon kannte.
Das Licht eines Sonntags, an dem die Welt in Watte gepackt scheint.
Es gibt Sonntage, an denen sogar die Glocken weiter weg klingen. Nichts geschieht. Nichts soll geschehen.
Die Heimkehr an einen Ort, den es nie gab.
Man kehrt zurück, und es ist nicht das, was es war. Dann erinnert man sich: Es war auch nie das, was es zu sein schien.
Was bleibt, sind die kleinen Dinge — vielleicht waren sie nie klein.
Eine Zeile aus einem Lied. Der Geruch eines Zimmers. Ein Wort, das jemand sagte, ohne zu wissen, was es lösen würde.
Ich atme noch. Das ist nicht wenig.
Am Ende bleibt nur das. Atem ein. Atem aus. Und die leise Erkenntnis, dass das schon eine Antwort ist.
iiiklang und KI
Anemoia entstand mit Suno, einem KI-Werkzeug für Musik.
Suno hat nicht komponiert. Simone hat komponiert.
Aber Suno hat erlaubt, Klangräume zu öffnen, die mit klassischen Mitteln allein nicht erreichbar gewesen wären.
Das Album fragt nicht, ob KI Kunst kann. Es fragt, was entsteht, wenn ein Mensch mit allen Mitteln seiner Zeit komponiert.
Noch — — bis zur Premiere.
—
ivdie uraufführung
19:30 Uhr · Kulturbühne Ambach, Großer Saal · Götzis, Vorarlberg
ein Event-Format · powered by ahead.at
Eine Bitte:
in Schwarz kommen.
Damit der Saal Teil des Werks wird.
vder komponist
Komponist · Violinist
Italienischer Violinist und kultureller Vermittler. Geboren 1997 in Imperia. Künstlerischer Leiter des Bach Collegium Freiburg.
Simone Schermi begann mit elf Jahren Geige zu spielen, bei Alfonso Moretta in Imperia — einem Lehrer, der bis heute prägend bleibt. Es folgten Studien am Conservatorio Paganini in Genua, ein Erasmus-Semester in Mannheim und schließlich der Master of Arts in Violin Performance an der Hochschule für Musik Freiburg unter Simone Zgraggen, abgeschlossen 2023 mit Höchstnote.
2025 erhielt er den DAAD-Preis für künstlerische Exzellenz und gesellschaftliches Engagement. Ein akademisches Jahr verbrachte er an der Liszt-Akademie in Budapest unter Eszter Perényi. In Brüssel vertrat er Italien beim Europäischen Parlament.
Heute leitet Simone Schermi als Künstlerischer Direktor das Bach Collegium Freiburg und koordiniert das Veyra Streichquartett für die Candlelight-Konzert-Reihe. Er war zweimal TEDx-Speaker — 2023 am Mozarteum Salzburg und 2024 am Ariston-Theater in Sanremo. Seine Konzertarbeit verbindet ihn mit der Basel Sinfonietta, der Baden-Baden Philharmonie und dem Luxembourg National Youth Orchestra.
„Klassische Musik ist eine lebende Kunstform. Sie wächst, sie verändert sich, sie gehört Menschen aller Hintergründe."
vidas streichquartett
Streichquartett mit Sitz in Freiburg. Geleitet von Simone Schermi.
Auftritte in der Candlelight-Konzert-Reihe sowie eigene Konzerte im Schloss Ebnet und unter der Schirmherrschaft des italienischen Konsulats Freiburg.
viider poet
Autor · Sprachkünstler
Geboren 1993 in Dornbirn. Lebt in Asien. Arbeitet zwischen Mensch und Sprache.
Lukas Wagner hat sich der Kunst verschrieben — und dem, was sie in Menschen freisetzen kann. Seine Arbeit liegt im Raum zwischen Mensch und Sprache: dort, wo das eine das andere noch nicht ganz erreicht hat.
Sein Anliegen ist, Menschen ihre Potenziale aufzuzeigen, indem sie ihre Sprache wirken lassen — und den Pfad zu ihrer inneren Stimme wiederfinden.
2017 wurde er mit dem Förderpreis für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg ausgezeichnet — in einer Zeit, in der er noch suchte. Heute hat er die Suche aufgegeben, weil er sich für das Finden entschieden hat.
Wo sind wir noch Menschen, wenn die Stimmen zu laut werden? — Diese Frage trägt seine Arbeit.
„Über uns hätte man Bücher geschrieben, wären wir Kinder geblieben."
viiieine kurze notiz
Simone und Lukas teilen mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Beide haben auf TEDx-Bühnen gestanden. Beide arbeiten kuratorisch — der eine in der klassischen Musik, der andere in Sprachkunst und KI. Beide bewegen sich zwischen Ländern und Sprachen. Beide fragen, wie ihre Kunstform mit der Zeit gehen kann, ohne ihre Würde zu verlieren.
Anemoia ist die Antwort, die sie gemeinsam gegeben haben.
ixspuren
Erinnerung, die sich auflöst, bevor sie Form annimmt.
Etwas erinnern, das nie bewusst gewusst war.
Zeit, die nicht gemessen, sondern gespürt wird.
Weder Form noch Materie. Ein Behältnis, in dem Dinge erscheinen können.
Die Unmöglichkeit, sich zu bewegen oder zu wählen.
Nicht Erzählung, sondern Bedingung. Ein Raum, in dem Logik sich auflöst.
anemoia leuchtet 2026
ein Event-Format · powered by ahead.at · hallo@anemoiaconcerts.com